22. März 2024

Frühjahr 2024 (#20)

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Die 20. Ausgabe von Convergences blickt auf ein für den Club of Venice wegweisendes Jahr zurück und untersucht die sich entwickelnde Rolle der öffentlichen Kommunikation bei der Sicherung der europäischen Demokratie nach den Wahlen 2024. Sie bietet eine kritische Analyse der “KI-Revolution” und untersucht, wie generative Werkzeuge und digitale Innovationen das Geschichtenerzählen verändern und gleichzeitig neue ethische Herausforderungen und Regulierungsbedürfnisse für staatliche Institutionen aufwerfen. Die Ausgabe konzentriert sich stark auf den Aufbau gesellschaftlicher Widerstandsfähigkeit gegen die “Infodemie”, insbesondere im Hinblick auf ausgeklügelte Desinformationen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, des Klimawandels und der ausländischen Einmischung. Die Autoren plädieren für eine Reihe neuer beruflicher Kompetenzen, die strategische Entscheidungsfindung, verhaltensorientierte Erkenntnisse und datengestützte Transparenz in den Vordergrund stellen, um das öffentliche Vertrauen in einer fragmentierten Medienlandschaft wiederherzustellen. Schließlich werden in der Publikation innovative Modelle der partizipativen Demokratie und des Bürgerengagements untersucht, wie z. B. die europäischen Bürgerpanels, die die Kluft zwischen den Institutionen und den Menschen, denen sie dienen, überbrücken sollen.

Wichtige Themen:

  1. Europawahlen 2024: Erste Ex-post-Bewertungen von Kommunikationskampagnen und Strategien zur Förderung der Wahlbeteiligung in der EU.
  2. Die KI-Transformation: Analyse der Auswirkungen generativer KI auf die institutionelle Kommunikation, von der automatisierten Produktion von Inhalten bis zur Erkennung von “Deep-Fake”.
  3. Der Infodemie entgegentreten: Koordinierte Reaktionen auf Desinformationsbedrohungen in den Bereichen öffentliche Gesundheit, Klimawandel und nationale Sicherheit.
  4. Strategische Kommunikationsmodelle: Optimierung des institutionellen Rahmens durch Modelle wie das britische PITCH-Konzept und datengestützte Entscheidungsfindung.
  5. Neue Fachkompetenzen: Definition der Fähigkeiten, die Kommunikatoren in einem sich wandelnden Medienökosystem benötigen, einschließlich digitaler Kompetenz und visueller Kultur.
  6. Die EU-Erweiterung kommunizieren: Umgang mit komplexen Narrativen und der öffentlichen Meinung sowohl in den Mitgliedstaaten als auch in den Kandidatenländern.
  7. Partizipative Demokratie und Bürgergremien: Nutzung der Ergebnisse der Konferenz über die Zukunft Europas zur Einbindung deliberativer Prozesse in die Politikgestaltung.
  8. Narrative zum Klimawandel: Aufbau von Vision und Glaubwürdigkeit in der Umweltkommunikation, um Greenwashing und Skepsis entgegenzuwirken.
  9. Institutionelles Vertrauens- und Reputationsmanagement: Strategien zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit und des organisatorischen “Vorteils des Zweifels” in einem polarisierten digitalen Zeitalter.
  10. Behavioral Insights & Nudge Theory: Anwendung psychologischer Modelle und “Verhaltens-Toolboxen” zur Verbesserung der Umsetzung öffentlicher Maßnahmen und der Krisenreaktion.