30. Jahrestag
Diese besondere Festschrift markiert drei Jahrzehnte des Club von Venedig, und zeichnet seine Entwicklung von einem visionären informellen Netzwerk zu einem wichtigen Pfeiler des europäischen institutionellen Dialogs nach. Sie liefert eine tiefgreifende Analyse, wie die digitale Revolution und das “Zeitalter der Nähe” die Beziehung zwischen Regierungen und ihren Bürgern grundlegend verändert haben. Die Publikation untersucht strategische Antworten auf kritische moderne Krisen - darunter Migration, Terrorismus und der Aufstieg des Populismus - und unterstreicht die Notwendigkeit eines authentischen Dialogs anstelle traditioneller Propaganda. Sie hebt die Professionalisierung des Bereichs hervor und plädiert für hohe ethische Standards als Grundstein für institutionelle Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Schließlich wird eine Vision für eine Zukunft skizziert, in der öffentliche Kommunikation als strategischer Hebel für demokratisches Engagement und gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit dient.
Wichtige Themen:
- Das 30-jährige Erbe des Club of Venice: Überlegungen zur Geschichte, zum informellen Geist und zur Zusammenarbeit der leitenden Kommunikationsdirektoren in Europa.
- Professionalisierung der öffentlichen Kommunikation: Umwandlung der Kommunikation von einer “Hinterzimmerdienstleistung” in eine strategische Kernfunktion der Regierung.
- Ethik vs. Populismus und Propaganda: Die Rolle des Kommunikators neu erfinden, um in einem Zeitalter nach der Wahrheit einen öffentlichen Dienst für das Gemeinwohl zu leisten.
- Bewältigung der Migrationskrise: Strategische interinstitutionelle Zusammenarbeit zur Bewältigung der kommunikativen und humanitären Komplexität der Flüchtlingskrise.
- Die Verlagerung auf soziale Plattformen: Der Niedergang der traditionellen Massenmedien und der Aufstieg des visuellen Geschichtenerzählens auf digitalen Plattformen.
- Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens: Nutzung des Rahmens der “Social License to Operate”, um die Glaubwürdigkeit bei einer desillusionierten Öffentlichkeit wiederherzustellen.
- Öffentliche Diplomatie und Nation Branding: Nutzung von “Soft Power” und gemeinsamen Werten, um eine geeinte und attraktive europäische Identität zu vermitteln.
- Strategische Krisenkommunikation: Einführung strenger Arbeitsabläufe und “Vertrauenshierarchien” zur Bewältigung von Ängsten bei Terrorismus oder Wirtschaftskrisen.
- Partizipative Demokratie und offene Daten: Innovationen bei der Einbindung der Bürger durch nationale Kongresse, MOOCs und transparenten Datenaustausch.
- Die Bildungsdimension: Vermittlung von europäischen Werten an die “Erasmus-Generation” durch Schulprogramme wie “Back to School”.






