Herbst 2020 (#16)
Die 16. Ausgabe von Convergences befasst sich mit dem radikalen “anthropologischen Wendepunkt” in der öffentlichen Kommunikation, der durch die COVID-19-Pandemie ausgelöst wurde, und untersucht, wie sich Institutionen an eine Welt der “Echtzeit-Globalisierung” und der “Herrschaft der Emotionen” anpassen müssen. Auf der Grundlage der strategischen Plenarsitzungen in Venedig und der Workshops mit der OECD bietet diese Ausgabe einen Fahrplan für die Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens durch Transparenz, vernunftbasierte Erklärungen und die Einbeziehung der Verhaltenswissenschaften. Sie bietet eine rigorose Analyse der “Infodemie”, identifiziert die verschiedenen Arten von “Seedern”, die Desinformationen verbreiten, und skizziert kooperative institutionelle Antworten zur Neutralisierung von Verschwörungstheorien. Die Publikation beleuchtet auch innovative Modelle der digitalen Diplomatie und der kulturellen Resilienz und zeigt, wie ein “Netzwerk von Netzwerken” demokratische Werte gegen hybride Bedrohungen schützen kann. Letztlich plädiert diese Ausgabe für eine stärker auf den Menschen ausgerichtete “Ökologie der Kommunikation”, die die Bürger stärkt und eine gemeinsame europäische Identität in Zeiten beispielloser globaler Störungen fördert.
Wichtige Themen:
- Kommunikation in der “roten Zone”: Lehren aus der Pandemie über das Gleichgewicht zwischen staatlicher Vernunft und den unmittelbaren emotionalen Bedürfnissen der Bürger.
- Gegen die “Infodemie”: Institutionelle Strategien und Hilfsmittel zur Aufdeckung und Neutralisierung von COVID-19-bezogenen Desinformationen und “Fake News”.”
- Die Typologie der Desinformations-“Seeders”: Verstehen der Motivationen verschiedener Gruppen, die Fehlinformationen verbreiten, um maßgeschneiderte Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
- Evidenzbasierter Migrationsdialog: Förderung einer ausgewogenen Berichterstattung in der Europa-Mittelmeer-Region zur Bekämpfung von Polarisierung und Hassreden.
- Die “Verhaltensrevolution”: Nutzung der “Nudge”-Theorie und von Erkenntnissen aus dem Verhaltensbereich, um die Wirksamkeit von Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und die Einhaltung sozialer Standards zu verbessern.
- Fortgeschrittene digitale Diplomatie: Fallstudien darüber, wie innovative digitale Netzwerke es Staaten ermöglichen, sich über ihr Gewicht zu erheben“ und globale Narrative zu gestalten.
- Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft: Gemeinsame Anstrengungen von EU, OECD und NATO zum Schutz der demokratischen Infrastruktur vor hybrider Kriegsführung.
- Die “dunkle Seite” des Internets: Analyse der Auswirkungen von staatlich gesponserten Troll-Armeen, algorithmischer Manipulation und digitaler Sucht auf die öffentliche Meinung.
- Umgang mit “schlimmen Problemen”: Anwendung von Krisenmanagementkonzepten auf langfristige Herausforderungen wie Klimawandel und digitale Transformation.
- Innovationen in der partizipativen Demokratie: Der Aufstieg von Bürgerversammlungen, digitalen Konsultationen und ’grünen“ Bürgerhaushalten zur Stärkung der lokalen Gemeinschaften.






